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Benutzerhandbuch infra CONVERT > Weiteres

Begriffe


Nachfolgend werden wichtige Begriffe erklärt.

CAQ/MES

Die Geschäftsprozesse innerhalb produzierender Unternehmen werden mit Hilfe von Managementsystemen gelenkt. Diese werden heute fast vollständig mit leistungsfähigen Informationssystemen realisiert. Das übergeordnete Leitsystem eines Unternehmens ist das Enterprise-Ressource-Planning (ERP). Mit diesem wird der effiziente Einsatz von Ressourcen geplant und gesteuert, siehe folgende Abbildung; Ressourcen können Kapital, Personal, Betriebsmittel, Infrastruktur, Material etc. sein.

Die personellen Ressourcen (Führungskräfte, Prozesseinrichter, Instandhalter, Maschinenbediener etc.) und sachlichen Ressourcen (Produktionsmittel: Fertigungsmittel, Messmittel, Transportmittel, Verpackungsmittel etc.) auf Produktionsebene müssen aufgrund stetig steigender Komplexität, Geschwindigkeit und Qualitätsanforderungen von entsprechend leistungsfähigen Management-Informationssystemen, vorzugsweise in Echtzeit, gelenkt werden. Das ERP-System ist aufgrund der Anforderung zur unternehmensumfassenden Datenverwaltung (Größe, „Trägheit“) für prozessnahe, prozessspezifische Aufgaben ungeeignet. Deshalb sind zwischen Unternehmensleit- und Produktionsebene aufgabenbezogene Managementsysteme zwischengeschaltet. Diese werden zusammen als Manufacturing Execution System (MES) bezeichnet. MES-Funktionsumfänge unterstützen u. a. Feinplanung, Durchführung und Kontrolle der Produktionsabläufe.

Ziele eines Unternehmens zur Qualitätssicherung und -steigerung werden heute zunehmend vom Computer Aided Quality Management (CAQ) unterstützt. Entlang des gesamten Produktlebenszyklus können qualitätsrelevante Parameter analysiert und dokumentiert werden, um aus den Ergebnissen ggf. Korrekturmaßnahmen abzuleiten. Sie sind deshalb ein wichtiges Instrument im MES.




Einzel-/Mehrfachmerkmal

Merkmale werden aus Zeichnungseinträgen abgeleitet. Spezifiziert ein Zeichnungseintrag gesammelt mehrere gleichartige Geometrieelemente eines Bauteils und ist jedes dieser Geometrieelemente einzeln zu prüfen, werden aus dem Ursprungsmerkmal weitere Einzelmerkmale abgeleitet. In infra CONVERT stehen dafür drei Möglichkeiten zur Verfügung.

Mehrfachmerkmal

Ein Mehrfachmerkmal ist über einen Stempel, welcher die Basisnummer enthält („1“), mit dem Zeichnungseintrag verknüpft. Abhängig von seiner Eigenschaft „Anzahl Wiederholungen“ werden entsprechend viele Einzelmerkmale im Prüfplan vorgesehen („1.1“, „1.2“, „1.3“) und exportiert. Die Eigenschaften lassen sich jedoch nur übergreifend für das Mehrfachmerkmal bearbeiten.

Siehe Benutzeroberfläche > Funktionsfenster > Merkmaleigenschaften > Eigenschaften

Siehe Einstellungen > Einstellungen > Merkmale > Gruppe „Maße mit Angabe der Wiederholungen“


Dupliziertes Merkmal

Mit der Funktion Duplizieren wird die Kopie eines Merkmals mit einem eigenen Stempel erstellt. Die Merkmaleigenschaften können unabhängig voneinander bearbeitet werden. Über die Stempelnummer bleiben die Kopien jedoch miteinander verbunden.

Siehe Funktionen > Merkmale > Duplizieren und erneut stempeln


Erneut gestempeltes Merkmal

Durch die Funktion Erneut Stempeln wird eine Kopie eines Merkmals mit einem eigenen Stempel erstellt. Die Kopien sind nicht miteinander verbunden. Die Merkmaleigenschaften, inklusive der Stempelnummer, können unabhängig voneinander bearbeitet werden.

Siehe Funktionen > Merkmale > Duplizieren und erneut stempeln




Kantenglättung

Kantenglättung wird bei der Erzeugung von Rastergrafiken angewendet, um unerwünschte Treppeneffekte zu reduzieren. Mithilfe von „Supersampling“, einem Verfahren zur Kantenglättung, wird in einer Zwischenstufe zunächst eine Rastergrafik in höherer Auflösung erzeugt. Höhe und Breite werden dafür mit der vorgegebenen Qualitätsstufe multipliziert. Anschließend wird die Grafik unter Anwendung des gewählten Interpolationsalgorithmus herunterskaliert. Diese Methode erhöht den Speicherverbrauch und die Laufzeit für den Export.

In der rechten Grafik dargestellt sind Grafikexporte aus infra CONVERT heraus unter Anwendung der möglichen Supersampling-Methoden und mit unterschiedlichen Qualitätsstufen (Größe des Originals: 100 mm; exportiert als PNG mit 300 dpi). Laufzeit und Speicherausnutzung erhöhen sich mit der Qualitätsstufe und Komplexität des Algorithmus von „Durchschnitt“ bis „Lanczos 3“.

(Zum Vergrößern klicken)




Kategorie (Merkmal-)

→Merkmale werden abhängig von ihrer Relevanz in Prüfungen unterschiedlich behandelt. Die Einstufung erfolgt in infra CONVERT zunächst durch Zuweisung einer Kategorie. Die vorgegebenen sechs Kategorien sind fix, weil Sie direkt mit Erkennungsroutinen verknüpft sind. Sie dürfen aber anders benannt werden. Eine weitere Abstufung der Prüfungsrelevanz kann durch Zuweisen von →Kennzeichnungen erfolgen.

Hinweis Kategorien ersetzen nicht eins zu eins die in infra - CONVERT verwendeten „Merkmalsarten“. Merkmalsarten wurden nicht automatisch erkannt und zugewiesen, außer in eingeschränktem Maße in späteren Programmversionen die „Merkmalsart 1 - Besondere Merkmale“. Wurden dort benutzerdefinierte Merkmalsarten definiert, die nicht einer der Kategorien in infra CONVERT entsprechen, kann in diesem Sinne nun mit Kennzeichnungen gearbeitet werden.

Folgende Kategorien können in infra CONVERT zugewiesen werden:

Kategorie Beschreibung Referenzen
Standard-Merkmal Merkmal, das keiner der folgenden Kategorien zugeordnet ist.
Besonderes Merkmal Besonders zu beachtendes, kritisches Merkmal. Entspricht die Ausführung des Merkmals nicht den Zeichnungsvorgaben, muss in besonderem Maße mit einer möglichen Gefährdung von Funktionen (Betriebssicherheit, Austauschbarkeit, Lebensdauer etc.) gerechnet werden.

Beispiel für die Kennzeichnung:
Hilfsmaß Maß, das für die geometrische Bestimmung eines Teiles nicht erforderlich ist und nicht als Vertragsbestandteil gilt.

Beispiel für die Kennzeichnung:
• DIN 406-10:1992-12
Rohmaß Maß, das sich auf den Ausgangszustand eines Gegenstandes bezieht.

Beispiel für die Kennzeichnung:
• DIN 406-10:1992-12
Theoretisch genaues Maß Maß zur Angabe der geometrisch idealen (theoretisch genauen) Lage oder Form des bemaßten Formelementes.

Beispiel für die Kennzeichnung:
• DIN 406-10:1992-12
Prüfmaß Maß, das bei Festlegung des Prüfumfangs bzw. der Prüfschärfe besonders beachtet werden muss.

Beispiel für die Kennzeichnung:
• DIN 406-10:1992-12




Kennzeichnung

Prüfmerkmalen können in infra CONVERT neben →Kategorien auch individuelle Kennzeichnungen zugewiesen werden. Während Kategorien einen grundsätzlichen Umgang mit Prüfmerkmalen anzeigen (Relevanz für die Prüfung, basierend auf Normenvorgaben), sollen Kennzeichnungen den Prüfablauf unterstützen, indem Sie die Übersichtlichkeit steigern. So können Kennzeichnungen z. B. auf Messplätze, Messgeräte oder Prüfintensität verweisen.

Zugewiesene Kennzeichnungen werden, sofern vom Exportformat unterstützt, von infra CONVERT im Prüfplan exportiert. Auf der Zeichnung werden gekennzeichnete Prüfmerkmale durch Färbung des Stempels kenntlich gemacht.

Beispiel Abstufung besonderer Merkmale




Klasse (Merkmal-)

Die Angabe von →Merkmalen in technischen Zeichungen folgt festgelegten Regeln. Solche Regeln sind in internationalen und nationalen Normen, aber auch Firmenschriften (Werksnormen), festgehalten. Durch Verweis auf eine Interpretationsvorschrift werden zwischen Kunde und Lieferant, trotz Reduktion des Dokumentationsaufwands, Missverständisse vermieden. Eine Klasse verweist auf eine Regel und gibt damit den Kontext vor, in welchem die Merkmaleigenschaften zu verstehen sind.

Die an dieser Stelle aufgeführten Klassen, sortiert in die folgenden Gruppen, können in infra CONVERT zugewiesen werden. Die Klassen beziehen sich dabei auf anerkannte Normen (siehe Spalte „Referenzen“). Falls nicht anders angegeben, gilt für die Toleranzgrenzen immer auch die Maßeinheit.

Hinweis Klassenbezeichnungen und zugehörige Maßeinheiten kann Ihr CAQ-Systemanbieter oder Administrator für Sie ändern, siehe Administratorhandbuch infra CONVERT > Konfiguration und Import > Parameterdatei "CharacteristicClasses". Sollten Sie eine weitere Klasse benötigen, fügen wir diese gerne für Sie hinzu.


Klassen: Längen und Winkel

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Länge Lineare Ausdehnung eines Geometrieelements oder linearer Abstand zwischen Geometrieelementen.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
• DIN 406-12:1992
• DIN EN ISO 286-1:2010
0 200
Winkel Richtungsunterschied zweier von einem gemeinsamen Punkt ausgehenden Halbgeraden in der Ebene.

Standardmaßeinheit Grad (°)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
• DIN 406-12:1992
• DIN 1315:1982
2 203
Koordinaten Bezeichnung der Positionen von Punkten im Raum. Die Koordinatenmaße beziehen sich auf einen Koordinatenursprung. Meistens werden kartesische und Polarkoordinatensyteme verwendet.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-11:1992 65 117
X-Koordinate Längenmaß auf der X-Achse in einem kartesischen Koordinatensystem.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)
• DIN 406-11:1992 57 120
Y-Koordinate Längenmaß auf der Y-Achse in einem kartesischen Koordinatensystem.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)
• DIN 406-11:1992 58 121
Z-Koordinate Längenmaß auf der Z-Achse in einem kartesischen Koordinatensystem.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)
• DIN 406-11:1992 59 122


Klassen: Einfache Geometrien

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Radius Abstand zwischen dem Mittelpunkt eines Kreises und der Kreislinie.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 250:2002
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
1 201
Sphärischer Radius Abstand zwischen dem Mittelpunkt einer Kugel und der Kugeloberfläche.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 250:2002
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
80 210
Durchmesser Größtmöglicher Abstand zweier Punkte auf einer Kreislinie.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
2 202
Sphärischer Durchmesser Größtmöglicher Abstand zweier Punkte auf einer Kugeloberfläche.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
81 210
Quadrat Kantenlänge einer quadratischen Form.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
82
Schlüsselweite Abstand zweier paralleler Flächen, welche meistens zum Ansetzen von Schraubenschlüsseln dienen.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
83
Neigung (Steigung) Steigungsverhältnis einer schrägen Geraden oder Fläche.

Standardmaßeinheit –

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
84
Neigung (Steigung) in % Steigungsverhältnis einer schrägen Geraden oder Fläche.

Standardmaßeinheit Prozent (%)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
85
Verjüngung Steigungsverhältnis eines spitzen oder stumpfen Kegels oder symmetrisch in einem Winkel zueinander stehender planer Flächen.

Standardmaßeinheit –

Beispiel:
• DIN 406-11:1992 86
Verjüngung in % Steigungsverhältnis eines spitzen oder stumpfen Kegels oder symmetrisch in einem Winkel zueinander stehender planer Flächen.

Standardmaßeinheit Prozent (%)

Beispiel:
• DIN 406-11:1992 87
Kegelwinkel Spitzenwinkel eines spitzen oder stumpfen Kegels.

Standardmaßeinheit Grad (°)

Beispiel:
6 206
Bogen Länge einer bogenförmigen Linie.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
88
Ellipse großer ∅ Größter Durchmesser einer Ellipse.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
5 204
Ellipse kleiner ∅ Kleinster Durchmesser einer Ellipse.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
4 205


Klassen: Geometrische Tolerierung (Form, Richtung, Ort und Lauf)

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Geradheit Zulässige Formabweichung einer Linie oder Gruppe von Linien von einer Referenzgeraden bzw. von Referenzgeraden.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
7 100
Geradheit (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt, siehe Beispiel.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
121 100
Ebenheit Zulässige Formbweichung einer Fläche von einer Referenzebene.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12781-1:2011
8 101
Rundheit Zulässige Formabweichung einer kreisförmigen Linie oder Gruppe von kreisförmigen Linien von einem Referenzkreis bzw. von Referenzkreisen.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12781-1:2011
9 102
Zylindrizität Zulässige Formabweichung einer Zylinderfläche von einem Referenzzylinder.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12180-1:2011
10 103
Linienprofil Zulässige Abweichung einer Profillinie oder Gruppe von Profillinien von einem Referenzlinienprofil bzw. von Referenzlinienprofilen.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 1660:2013
11 104
Flächenprofil Zulässige Abweichung einer Profilfläche von einem Referenzflächenprofil.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 1660:2013
12 105
Parallelität Zulässige Richtungsabweichung einer Linie, Gruppe von Linien oder Ebene von einer bzw. mehereren parallel dazu orientierten Referenzgeraden oder -ebene/n.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 13 108
Parallelität (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
122 108
Rechtwinkligkeit Zulässige Richtungsabweichung einer Linie, Gruppe von Linien oder Ebene von einer bzw. mehereren rechtwinklig dazu orientierten Referenzgeraden oder -ebene/n.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 14 107
Rechwinkligkeit (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt, siehe Beispiel.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
123 107
Neigung Zulässige Richtungsabweichung einer Linie, Gruppe von Linien oder Ebene von einer bzw. mehereren winklig (aber nicht rechtwinklig) dazu orientierten Referenzgeraden oder -ebene/n.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 15 106
Neigung (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
124 106
Position Zulässige Ortsabweichung eines/r Punkts, Achse oder Ebene von einem/r dazu positionierten Referenzpunkt, Referenzgeraden oder -ebene.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 5458:1999
22 109
Position (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt, siehe Beispiel.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
125 109
Position (Gestalt S⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
126 109
Konzentrizität Zulässige Ortsabweichung eines Punkts von einem dazu konzentrischen Referenzpunkt.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 21 110
Konzentrizität (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt, siehe Beispiel.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
128 110
Koaxialität Zulässige Ortsabweichung einer Geraden von einer koaxial dazu liegenden Referenzgeraden.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 89 114
Koaxialität (Gestalt ⌀)
Der Toleranzbereich hat einen kreisförmigen Querschnitt, siehe Beispiel.

Anmerkung Verfügbar ab Programmversion 1.4.2.1
• DIN EN ISO 1101:2014
• DIN EN ISO 12780-1:2014
127 110
Symmetrie Zulässige Ortsabweichung eines/r Punkts, Gruppe von Punkten, Geraden oder Ebene von einem/r bzw. mehreren symmetrisch dazu liegenden Referenzpunkt/en, Referenzgeraden oder -ebene/n.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 20 111
Radialer Rundlauf Zulässige radiale Laufabweichung einer kreisförmigen Linie oder Gruppe von kreisförmigen Linien zu einem bzw. mehereren koaxial dazu liegenden Referenzkreis/en.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 16 112
Axialer Rundlauf Zulässige axiale Laufabweichung einer kreisförmigen Linie oder Gruppe von kreisförmigen Linien zu einem bzw. mehereren koaxial dazu liegenden Referenzkreis/en. Auch Planlauf genannt.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 17 118
Radialer Gesamtrundlauf Zulässige radiale Laufabweichung einer Rotationsfläche zu einer koaxial dazu liegenden Rotationsfläche.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 18 113
Axialer Gesamtrundlauf Zulässige axiale Laufabweichung einer Ebene oder Rotationsfläche zu einer koaxial dazu liegenden Ebene oder Rotationsfläche. Auch Gesamtplanlauf genannt.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN EN ISO 1101:2014 19


Klassen: Gewinde

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Gewinde Befestigungs- oder Bewegungsgewinde verschiedener Systeme, z. B. metrisches ISO-Gewinde oder zöllisches ISO-Rohrgewinde.

Standardmaßeinheit –

Beispiel:
• DIN 202:1999
• DIN ISO 6410:1993
38


Klassen: Zahnräder

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Teilkreis­durchmesser Durchmesser des Teilkreises bzw. -zylinders eines Zahnrades.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 3966-1:1978 90
Fußkreis­durchmesser Durchmesser eines Zahnrades in Fußhöhe der Zähne.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 3966-1:1978 91 612
Kopfkreis­durchmesser Durchmesser eines Zahnrades in Kopfhöhe der Zähne.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 3966-1:1978
• DIN 3966-2:1978
92 610
Zahndicke Dicke eines Zahnradzahns auf dem Teilkreis bzw. Teilzylinder.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 3966-1:1978
• DIN 3966-2:1978
120 211
Zahnweite Zahnweite über eine Anzahl k Messzähne oder Messlücken.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 3966-1:1978
• DIN 3966-2:1978
94 216
Lückenweite Zahnlückenweite auf dem Teilkreis bzw. Teilzylinder.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 3966-1:1978
• DIN 3966-2:1978
95 617


Klassen: Kantenzustände

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
Kante mit unbestimmter Form Werkstückkante mit einer nicht genau festgelegten Form. Abhängig von Grat- und Abtragungsrichtung sowie Kantenmaß ist eine Abweichung von einer idealgeometrischen Form zulässig.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN ISO 13715:2000 34
Fase Werkstückkante in Form einer bestimmten, abgeschrägten Fläche.

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
33
Rundung Werkstückkante in Form einer bestimmten, abgerundeten Fläche.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)

Beispiel:
• DIN 406-10:1992
• DIN 406-11:1992
35
Kante Werkstückkante. Spezifikation ohne Bezug auf eine Norm.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)
36


Klassen: Oberflächenangaben

Aufbau der Zeichnungseintragungen

Die Anforderungen an die Oberflächenbeschaffenheit werden mit einem grafischen Symbol auf der Zeichnung eingetragen. Position und Aufbau der Felder für die Einzelangaben ist wie folgt festgelegt (vgl. DIN EN ISO 1302:2002-06):


Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Glättungstiefe (Spitze) Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Höhe der größten Profilspitze innerhalb der Messstrecke ln.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
96
Glättungstiefe (Tal) Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Tiefe des größten Profiltals innerhalb der Messstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
97
Gemittelte Rautiefe Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Mittelwert aus den Summen der jeweiligen Höhen der größten Profilspitze und der Tiefe des größten Profiltals innerhalb der Einzelmessstrecken.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
23 150
Maximale gemittelte Rautiefe Die Kenngröße ist eine Abwandlung der Regelanforderung an die gemittelte Rautiefe. Die vorgegebene Größe ist nicht mit der 16 %-Regel, sondern mit der Höchstwertregel („max-Regel“) zu interpretieren.
Als Kennzeichen ist auch „Rmax“ gebräuchlich, welches die Anforderung an die größte gemittelte Einzelrautiefe Rzi, genauer: „Rz1max“, vorgibt.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)
• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
31 158
Mittlere Profilelementhöhe Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Mittelwert der Höhe der Profilelemente innerhalb einer Einzelmessstrecke.
Je ein aufeinander folgendes Profiltal und eine Profilspitze bilden ein Profilelement.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
98
Gesamthöhe Senkrechtkenngröße des Primärprofils. Summe aus der Höhe der größten Profilspitze und der Tiefe des größten Profiltals innerhalb der Messstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
26 153
Gesamthöhe Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Summe aus der Höhe der größten Profilspitze und der Tiefe des größten Profiltals innerhalb der Messstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
24 151
Gesamthöhe Senkrechtkenngröße des Welligkeitsprofils. Summe aus der Höhe der größten Profilspitze und der Tiefe des größten Profiltals innerhalb der Messstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
93
Arithmetischer Mittenrauwert Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Arithmetischer Mittelwert der Beträge der Amplitudenwerte innerhalb einer Einzelmessstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
25 152
Quadratischer Mittenrauwert Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Quadratischer Mittelwert der Amplitudenwerte innerhalb einer Einzelmessstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
99
Profilschiefe Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Maß für die Asymmetrie der Amplitudendichtekurve innerhalb einer Einzelmessstrecke.
Die Amplitudendichtekurve gibt den Amplitudenanteil in jeder horizontalen Schnittebene wieder.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
100
Profilsteilheit Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Maß für die Steilheit der Amplitudendichtekurve innerhalb einer Einzelmessstrecke.
Die Amplitudendichtekurve gibt den Amplitudenanteil in jeder horizontalen Schnittebene wieder.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
101
Mittlere Rillenbreite Waagerechtkenngröße des Rauheitsprofils. Mittelwert der Profilelemente innerhalb einer Einzelmessstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
102
Spitzenzahl Waagerechtkenngröße des Rauheitsprofils. Anzahl mittlerer Breiten der Profilelmente in einer vorgegebenen Länge, standardmäßig 10 mm.

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
103
Mittlere Profilsteigung Gemischte (senkrechte und waagerechte) Kenngröße des Rauheitsprofils. Quadratischer Mittelwert der örtlichen Profilsteigungen innerhalb der Einzelmessstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
104
Materialanteil Kenngröße aus der Abbott-Firestone-Kurve (AF-Kurve) des Primärprofils. Materialanteil in einer Schnittlinienhöhe relativ zum Anteil in einer Referenzschnittlinienhöhe.
Die AF-Kurve gibt die Summenhäufigkeit der Amplitudenwerte innerhalb einer Messstrecke wieder.

Standardmaßeinheit Prozent (%)
• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
70 160
Materialanteil Kenngröße aus der Abbott-Firestone-Kurve (AF-Kurve) des Rauheitsprofils. Materialanteil in einer Schnittlinienhöhe relativ zum Anteil in einer Referenzschnittlinienhöhe.
Die AF-Kurve gibt die Summenhäufigkeit der Amplitudenwerte innerhalb einer Messstrecke wieder.

Standardmaßeinheit Prozent (%)

• DIN EN ISO 4287:2010
• DIN EN ISO 4288:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
105 193
Kernrautiefe Kenngröße des Rauheitskernprofils. Gesamthöhe des Rauheitskernprofils innerhalb der Messstrecke.
Das Rauheitskernprofil ist das Rauheitsprofil ohne herausragende Spitzen und tiefe Täler.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 13565-2:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
27 154
Kleinster Materialanteil Kenngröße des Rauheitskernprofils. Materialanteil in Prozent auf Höhe der Schnittlinie, welche die herausragenden Spitzen vom Rauheitskernprofil abtrennt.
Das Rauheitskernprofil ist das Rauheitsprofil ohne herausragende Spitzen und tiefe Täler.

Standardmaßeinheit Prozent (%)

• DIN EN ISO 13565-2:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
71 161
Größter Materialanteil Kenngröße des Rauheitskernprofils. Materialanteil in Prozent auf Höhe der Schnittlinie, welche die tiefen Täler vom Rauheitskernprofil abtrennt.
Das Rauheitskernprofil ist das Rauheitsprofil ohne herausragende Spitzen und tiefe Täler.

Standardmaßeinheit Prozent (%)

• DIN EN ISO 13565-2:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
72 162
Reduzierte Spitzenhöhe Mittlere Höhe der herausragenden Spitzen über dem Rauheitskernprofil.
Das Rauheitskernprofil ist das Rauheitsprofil ohne herausragende Spitzen und tiefe Täler.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 13565-2:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
28 155
Reduzierte Riefentiefe Mittlere Tiefe der Profiltäler unterhalb des Rauheitskernprofils.
Das Rauheitskernprofil ist das Rauheitsprofil ohne herausragende Spitzen und tiefe Täler.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

• DIN EN ISO 13565-2:1998
• DIN EN ISO 1302:2002
29 156
Grundrautiefe Senkrechtkenngröße des Rauheitsprofils. Amplitudenwert der dritthöchsten Profilspitze vom drittgrößten Profiltal innerhalb einer Einzelmessstrecke.

Standardmaßeinheit Mikrometer (µm)

Nicht offiziell genormt. 32 159
Weitere Oberflächenangabe Bearbeitungszugabe, Beschichtung, Lage der Oberflächenrillen und -ausrichtung.

Standardmaßeinheit –
• DIN EN ISO 1302:2002 118
Schichtdicke Materialdicke eines oder mehrerer Überzüge auf einem Untergrund.

Standardmaßeinheit Millimeter (mm)
64 260


Klassen: Materialeigenschaften

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Material Werkstoff, identifizierbar durch eine eindeutige Kurzbezeichnung oder Nummer.

Standardmaßeinheit –
74
Volumen in mm³ Räumlicher Inhalt eines geometrischen Körpers.

Standardmaßeinheit Kubikmillimeter (mm³)
106 270
Volumen in cm³ Räumlicher Inhalt eines geometrischen Körpers.

Standardmaßeinheit Kubikzentimeter (cm³)
107 270
Volumen in dm³ Räumlicher Inhalt eines geometrischen Körpers.

Standardmaßeinheit Kubikdezimeter (dm³)
108 270
Volumen in m³ Räumlicher Inhalt eines geometrischen Körpers.

Standardmaßeinheit Kubikmeter (m³)
65 270
Masse in g Von Dichte und Volumen bestimmte Eigenschaft eines Körpers.

Standardmaßeinheit Gramm (g)
109 280
Masse in kg Von Dichte und Volumen bestimmte Eigenschaft eines Körpers.

Standardmaßeinheit Kilogramm (kg)
66 280
Härte Härte eines Werkstoffs. Eine Kenngröße ist nicht festgelegt.

Standardmaßeinheit –
110 285
Brinellhärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Härteprüfung nach Brinell. Die Kenngröße wird aus dem Abdruckdurchmesser einer, mit der Prüfkraft F belasteten, Hartmetallkugel vom Durchmesser D in der Probenoberfläche bestimmt.

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 6506-1:2015 39
Rockwellhärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Härteprüfung nach Rockwell (Härteskala A). Die Kenngröße wird aus der Eindringtiefe h eines Diamantkegels mit dem Kegelwinkel 120° bestimmt, welche durch die Zusatzkraft F1 erzeugt wird (Die von der gleichzeitig anliegenden Prüfvorkraft F0 erzeugte Eindringtiefe wird dazu von der Gesamteindringtiefe abgezogen).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 6508-1:2016 40
Rockwellhärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Härteprüfung nach Rockwell (Härteskala B). Die Kenngröße wird aus der Eindringtiefe h einer Hartmetallkugel mit dem Durchmesser D bestimmt, welche durch die Zusatzkraft F1 erzeugt wird (Die von der gleichzeitig anliegenden Prüfvorkraft F0 erzeugte Eindringtiefe wird dazu von der Gesamteindringtiefe abgezogen).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 6508-1:2016 41
Rockwellhärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Härteprüfung nach Rockwell (Härteskala C). Die Kenngröße wird aus der Eindringtiefe h eines Diamantkegels mit dem Kegelwinkel 120° bestimmt, welche durch die Zusatzkraft F1 erzeugt wird (Die von der gleichzeitig anliegenden Prüfvorkraft F0 erzeugte Eindringtiefe wird dazu von der Gesamteindringtiefe abgezogen).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 6508-1:2016 42
Rockwellhärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Härteprüfung nach Rockwell (Härteskala F). Die Kenngröße wird aus der Eindringtiefe h einer Hartmetallkugel mit dem Durchmesser D bestimmt, welche durch die Zusatzkraft F1 erzeugt wird (Die von der gleichzeitig anliegenden Prüfvorkraft F0 erzeugte Eindringtiefe wird dazu von der Gesamteindringtiefe abgezogen).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 6508-1:2016 43
Vickershärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Härteprüfung nach Vickers. Die Kenngröße wird aus dem Abdruckdiagonalendurchmesser einer, mit der Prüfkraft F belasteten, Diamantpyramide (mit quadratischer Grunfläche und einem Spitzenwinkel von 136°) in der Probenoberfläche bestimmt.

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 6507-1 44
Martenshärte Kenngröße für die Härte eines Werkstoffs, ermittelt in der Eindringprüfung. Die Kenngröße wird aus den Werten der Kraft-Eindringtiefe-Kurve bestimmt, welche während des Eindringens eines Prüfkörpers (verschiedene Formen und Werkstoffe sind zugelassen) unter der Kraft F aufgezeichnet wird.

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 14577-1:2015 45
Kugeldruckhärte Kenngröße für die Härte von Kunststoffen, ermittelt im Kugeleindruckversuch. Die Kenngröße entspricht dem Quotienten auf der Prüfkraft F1 (in N) und der Kalottenoberfläche A (in mm²) des Eindrucks nach einer definierten Zeit (Die Oberfläche wird aus der Eindringtiefe h und dem Kugeldurchmesser berechnet. Die Eindringtiefe h wird nach dem Aufbringen der Prüfvorkraft F0 gemessen.).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 2039-1:2003 46
Shorehärte Kenngröße für die Härte von Kunststoffen, ermittelt in der Härteprüfung nach Shore (Typ A-Durometer).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 868:2003 47
Shorehärte Kenngröße für die Härte von Kunststoffen, ermittelt in der Härteprüfung nach Shore (Typ D-Durometer).

Standardmaßeinheit –

• DIN EN ISO 868:2003 48
Dehngrenze in MPa Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer Zugprobe mit kontinuierlichem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt diejenige Spannung R an, welche bezogen auf den (Anfangs-)​Querschnitt der Probe S0 bei 0,1 % plastischer Dehnung e auftritt.

Standardmaßeinheit Megapascal (MPa)

• DIN EN ISO 6892-1:2017 49
Dehngrenze in MPa Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer Zugprobe mit kontinuierlichem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt diejenige Spannung R an, welche bezogen auf den (Anfangs-)​Querschnitt der Probe S0 bei 0,2 % plastischer Dehnung e auftritt.

Standardmaßeinheit Megapascal (MPa)

• DIN EN ISO 6892-1:2017 50
Dehngrenze in MPa Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer Zugprobe mit kontinuierlichem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt diejenige Spannung R an, welche bezogen auf den (Anfangs-)​Querschnitt der Probe S0 bei 1,0 % plastischer Dehnung e auftritt.

Standardmaßeinheit Megapascal (MPa)

• DIN EN ISO 6892-1:2017 51
Streckgrenze in MPa Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer metallischen Zugprobe mit ausgeprägtem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt die höchste Spannung R an, bei welcher ein erster deutlicher Spannungsabfall auftritt.

Standardmaßeinheit Megapascal (MPa)

• DIN EN ISO 6892-1:2017 52
Streckgrenze in MPa Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer metallischen Zugprobe mit ausgeprägtem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt die kleinste Spannung R während des plastischen Fließens (Lüders-Dehnung) an.

Standardmaßeinheit Megapascal (MPa)

• DIN EN ISO 6892-1:2017 53
Zugfestigkeit in MPa Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer Zugprobe mit ausgeprägtem oder kontinuierlichem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt die Spannung R bei höchster Kraftaufnahme an.

Standardmaßeinheit Megapascal (MPa)

Beispiel für einen ausgeprägten Spannungs-Dehnungsverlauf:
• DIN EN ISO 6892-1:2017 54
Bruchdehnung in % Im Zugversuch ermittelte Werkstoffkenngröße einer Zugprobe mit ausgeprägtem oder kontinuierlichem Spannungs-Dehnungsverlauf. Sie gibt die plastische Probendehnung e in % an, bei welcher die Probe bricht.

Standardmaßeinheit Prozent (%)

Beispiel für einen ausgeprägten Spannungs-Dehnungsverlauf:
• DIN EN ISO 6892-1:2017 55
Kerbschlagarbeit In einem standardisierten Verfahren, z. B. der Charpy-Prüfung, ermittelte Werkstoffkenngröße. Sie gibt die beim Bruch einer meist gekerbten Probe verbrauchte Schlagenergie an.

Standardmaßeinheit Joule

Vereinfachtes Beispiel für den Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy mit einem Pendelschlagwerk und einer Probe mit V-Kerb (K = verbrauchte Schlagenergie, Kp1 = potentielle Anfangsenergie, Kp2 = Restenergie):


Hinweis Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.32
• DIN EN ISO 148-1 129


Klassen: Physikalische Größen

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Zeit in s Zeitdauer zwischen zwei Ereignissen.

Standardmaßeinheit Sekunden (s)
111 800
Zeit in min Zeitdauer zwischen zwei Ereignissen.

Standardmaßeinheit Minuten (min)
112 800
Zeit in h Zeitdauer zwischen zwei Ereignissen.

Standardmaßeinheit Stunden (h)
113 800
Kraft in N Äußere Einwirkung auf einen Körper, die diesen verformen und beschleunigen kann.

Standardmaßeinheit Newton (N)
67 282
Kraft in kN Äußere Einwirkung auf einen Körper, die diesen verformen und beschleunigen kann.

Standardmaßeinheit Kilonewton
67 282
Drehmoment in Nm Äußere Einwirkung auf Verdrehung, bestimmt durch das Produkt der angreifenden Kraft und dem radialen Abstand vom Mittelpunkt.

Standardmaßeinheit Newtonmeter (Nm)
• DIN 6790-1:2008 37 301
Druck in bar In alle Raumrichtungen gleichermaßen wirkende Normalspannung.

Standardmaßeinheit Bar (bar)
63 255
Temperatur in °C Temperatur, angegeben in Grad Celsius.

Standardmaßeinheit Grad Celsius (°C)
61 250
Temperatur in °F Temperatur, angegeben in Grad Fahrenheit.

Standardmaßeinheit Grad Fahrenheit (°F)
62 251
Federrate in N/m Kenngröße für die Steifigkeit einer Feder, angegeben als Verhältnis von einwirkender Kraft zu Auslenkung.

Standardmaßeinheit Newton pro Meter (N/m)
60 220
Drehzahl in 1/s Winkelgeschwindigkeit eines rotierenden Körpers, angegeben in Umdrehungen je Zeiteinheit.

Standardmaßeinheit Pro Sekunde (1/s)
• DIN ISO 21940-2:2017 115 350
Drehzahl in 1/min Winkelgeschwindigkeit eines rotierenden Körpers, angegeben in Umdrehungen je Zeiteinheit.

Standardmaßeinheit Pro Minute (1/min)
• DIN ISO 21940-2:2017 116 350
Unwucht Durch Fliehkräfte verursachte Auslenkung eines rotierenden Körpers.

Standardmaßeinheit –
69 300
Viskosität Zähflüssigkeit einer Flüssigkeit oder eines Gases.

Standardmaßeinheit –
68 290


Klassen: Weitere Angaben

Klasse Symbol/​Kenn­zei­chen Beschreibung Referenzen
(Auswahl)
ID
ELIAS K2009
Wortangabe Zeichnungseintrag in Textform (Zeichen, Symbole, Wörter, Wortgruppen, Absätze, Sätze etc.) mit oder ohne direkten Bezug zu einem Merkmal.

Standardmaßeinheit –
• DIN 6790-1:2008 75 310
Fertigungsverfahren Verfahren zur Herstellung von Werkstücken durch Gewinnung erster Formen aus dem formlosen Zustand, Veränderung dieser Form sowie Veränderung der Stoffeigenschaften.

Standardmaßeinheit –
• DIN EN ISO 6892-1:2017 117
Schweißverbindung Spezifikation der Anforderungen an eine durch Schweißen herzustellende Naht, z. B. Art, Dicke, Länge, Qualität, Oberflächenbehandlung, Schweißzusatz, Prüfanforderungen.

Standardmaßeinheit –

Hinweis Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.32
130
Lötverbindung Spezifikation der Anforderungen an eine durch Löten herzustellende Naht, z. B. Art, Dicke, Länge, Qualität, Oberflächenbehandlung, Lot, Prüfanforderungen.

Standardmaßeinheit –

Hinweis Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.32
133
Kennzeichnung Fest oder lösbar mit einem Werkstück oder einer Baugruppe zu verbindende im Klartext oder maschinenlesbare Informationen.

Standardmaßeinheit –

Hinweis Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.32
131
Funktion Vom Werkstück oder der Baugruppe zu erfüllende Aufgabe.

Standardmaßeinheit –

Hinweis Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.32
132
Undefiniert Es ist keine Klasse festgelegt.

Standardmaßeinheit –

Hinweis Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.32
-1 0




Layer (Zeichnungs-)

Ein Layer (auch: „Ebene“, „Folie“) ist eine Strukturierungshilfe in Zeichnungen und fasst Objekte beziehungsweise Zeichnungselemente zusammen. Layer werden wie transparente Folien auf einem Overheadprojektor übereinander gelegt, sodass der Inhalt in dieser Weise kombiniert das Gesamtergebnis zeigt. Layer besitzen unter anderem die Eigenschaften ein-/ausgeblendet (aktiviert/deaktiviert), druckbar/nicht druckbar. Werden Inhalte eines Layers zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht benötigt, kann er ausgeblendet werden. So können mehrere Zeichnungsvarianten in einem Dokument beziehungsweise einer Datei gespeichert werden, zum Beispiel Texte in mehreren Sprachen.




Maß (Größen-)

(Größen-)Maße spezifizieren quantifizierbare geometrischer und andere physikalische Eigenschaften eines Produkts (→variables Merkmal). Sie werden ausgedrückt als das Vielfache oder der Teil (Zahlenwert) eines Referenzwertes (Maßeinheit):

Größenmaß = Zahlenwert × Maßeinheit

In der folgenden Grafik werden einige Begriffe für lineare Maßelemente und Maßtoleranzen erklärt, wie sie in infra CONVERT verwendet werden.

Die Maßeinheit wird in infra CONVERT einem Merkmal über die Merkmalklasse zugewiesen. Die folgenden Einheiten mit Vorsätzen für dezimale Teile und Vielfache aus verschiedenen Einheitensystemen stehen zur Verfügung.

Hinweis Klassenbezeichnungen und zugehörige Maßeinheiten kann Ihr CAQ-Systemanbieter oder Administrator für Sie ändern, siehe Administratorhandbuch infra CONVERT > Konfiguration und Import > Parameterdatei "CharacteristicClasses".
Größenart Einheitenname Einheiten-
zeichen
Referenz ID
Länge, Abstand Mikrometer µm DIN 1301-1:2010-10 Micrometer
Millimeter mm DIN 1301-1:2010-10 Millimeter
Zentimeter cm DIN 1301-1:2010-10 Centimeter
Dezimeter*¹ dm DIN 1301-1:2010-10 Decimeter
Meter m DIN 1301-1:2010-10 Meter
Mikroinch µin [NIST-19] Microinch
Milliinch mil [NIST-19] Mil
Zoll/Inch in [NIST-19] Inch
Fuß ft [NIST-19] Foot
Yard yd [NIST-19] Yard
Winkel Grad ° DIN 1301-1:2010-10 Degree
Radiant*² rad DIN 1301-1:2010-10 Radiant
Steradiant*² sr DIN 1301-1:2010-10 Steradiant
Fläche Quadratmillimeter*³ mm² DIN 1301-1:2010-10 SqareMillimeter
Quadratzentimeter*³ cm² DIN 1301-1:2010-10 SquareCentimeter
Quadratmeter*³ DIN 1301-1:2010-10 SquareMeter
Volumen Kubikmillimeter*¹ mm³ DIN 1301-1:2010-10 CubicMillimeter
Kubikzentimeter*¹ cm³ DIN 1301-1:2010-10 CubicCentimeter
Kubikdezimeter*¹ dm³ DIN 1301-1:2010-10 CubicDecimeter
Kubikmeter*¹ DIN 1301-1:2010-10 CubicMeter
Milliliter*³ ml DIN 1301-1:2010-10 Milliliter
Liter*¹ l, L DIN 1301-1:2010-10 Liter
Kubik-Inch*² in³ [NIST-19] CubicInch
Masse, Gewicht Mikrogramm*¹ µg DIN 1301-1:2010-10 Microgram
Milligramm*¹ mg DIN 1301-1:2010-10 Milligram
Gramm g DIN 1301-1:2010-10 Gram
Kilogramm kg DIN 1301-1:2010-10 Kilogram
Tonne t DIN 1301-1:2010-10 Ton
Gran/Grain gr [NIST-19] Grain
Dram dr [NIST-19] Dram
Unze oz [NIST-19] Ounze
Pfund lb [NIST-19] Pound
Pound-mass*² lb PoundMass
Tex*² tex = 1 g/km DIN 1301-1:2010-10 Tex
Milligramm pro Quadratmeter*³ mg/m² MilligramPerSquareMeter
Kraft Newton*¹ N DIN 1301-1:2010-10 Newton
Dekanewton*¹ daN DIN 1301-1:2010-10 DecaNewton
Kilonewton*¹ kN DIN 1301-1:2010-10 KiloNewton
Newton pro Meter*¹ N/m NewtonPerMeter
Pound-force*² lbf PoundForce
Druck Millibar*¹ mbar DIN 1301-1:2010-10 Millibar
Bar*¹ bar DIN 1301-1:2010-10 Bar
Pascal*¹ Pa DIN 1301-1:2010-10 Pascal
Hektopascal*¹ hPa DIN 1301-1:2010-10 Hectopascal
Kilopascal*¹ kPa DIN 1301-1:2010-10 Kilopascal
Megapascal*¹ MPa DIN 1301-1:2010-10 Megapascal
Pound-force per square inch*² lbf/in² [NIST-19] PoundForceSquareInch
Zeit Millisekunde*¹ ms DIN 1301-1:2010-10 Millisecond
Sekunde*¹ s DIN 1301-1:2010-10 Second
Minute*¹ min DIN 1301-1:2010-10 Minute
Stunde*¹ h DIN 1301-1:2010-10 Hour
Pro Millisekunde*¹ 1/ms DIN 1301-1:2010-10 PerMillisecond
Pro Sekunde*¹ 1/s DIN 1301-1:2010-10 PerSecond
Pro Minute*¹ 1/min DIN 1301-1:2010-10 PerMinute
Pro Stunde*¹ 1/h DIN 1301-1:2010-10 PerHour
Geschwindigkeit Meter pro Sekunde m/s DIN 1301-1:2010-10 MeterPerSecond
Meter pro Minute m/min DIN 1301-1:2010-10 MeterPerMinute
Kilometer pro Stunde km/h DIN 1301-1:2010-10 KilometerPerHour
Volumenstrom Liter pro Minute*³ l/min DIN 1301-1:2010-10 LiterPerMinute
Kubikmeter pro Sekunde*³ m³/s CubicMeterPerSecond
Kubikmeter pro Minute*³ m³/mih CubicMeterPerMinute
Massenstrom Kilogramm pro Sekunde*³ l/min DIN 1301-1:2010-10 KilogramPerSecond
Energie, Arbeit, Wärme Newtonmillimeter*⁴ Nmm DIN 1301-1:2010-10 Newtonmeter
Newtonmeter Nm DIN 1301-1:2010-10 Newtonmillimeter
Joule*³ J DIN 1301-1:2010-10 Joule
Pound-force-inch*² lbf-i PoundForceInch
Pound-force-foot*² lbf-ft PoundForceFoot
Leistung Milliwatt*³ mW DIN 1301-1:2010-10 MilliWatt
Watt*³ W DIN 1301-1:2010-10 Watt
Kilowatt*³ kW DIN 1301-1:2010-10 KiloWatt
Temperatur Grad Celsius °C DIN 1301-1:2010-10 Celsius
Grad Fahrenheit °F [NIST-19] Fahrenheit
Kelvin*¹ K DIN 1301-1:2010-10 Kelvin
Elektrizität Volt*³ V DIN 1301-1:2010-10 Volt
Ampere*³ A DIN 1301-1:2010-10 Ampere
Ohm*³ Ω DIN 1301-1:2010-10 Ohm
Ampere pro Zentimeter*⁴ A/cm - AmperePerCentimeter
Ampere pro Meter*⁴ A/m - AmperePerMeter
Millitesla*⁴ mT - MilliTesla
Tesla*⁴ T - Tesla
Pegel Dezibel*³ dB DIN 5493:2013-10 Decibel
Hilfsmaßeinheiten Anzahl*³ pcs = Stk. Piece
Pro Million, Parts per million*¹ pm = ppm PerMillion
Prozent*¹ % DIN 5466:1983-02 Percent
Mol*³ mol DIN 1301-1:2010-10 Mol
NIST-19: National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg, Maryland, USA: NIST Handbook 44 : Specifications, Tolerances, and Other Technical Requirements for Weighing and Measuring Devices (Appendix C. General Tables of Units of Measurement) 2019.
*¹ Verfügbar ab Programmversion 1.2.0.23
*² Verfügbar ab Programmversion 1.3.9.5
*³ Verfügbar ab Programmversion 1.3.9.8
*⁴ Verfügbar ab Programmversion 2.1.1




Merkmal (Prüf-, Qualitäts-)

Qualitätsrelevante Forderungen an ein Produkt (Einzelteil, Baugruppe) sind im Wesentlichen geometrischer und werkstofflicher Natur. Die Geometrie eines Werkstücks (oder einer Baugruppe) wird durch schrittweises Erzeugen und Modifizieren (Transformieren, Vervielfältigen, Referenzieren) von Konstruktionselementen (auch: geometrische Primitive, Formelemente, User Defined Features) bestimmt. Erzeugungs- und Modifikationsoperationen erfordern zur eindeutigen Bestimmung spezielle Kenngrößen (Parameter), wie z. B. Durchmesser und Länge eines Zylinders. Diese werden zusammen mit anderen kennzeichnenden Informationen, wie Werkstoff- und Oberflächenangaben, auf der technischen Zeichnung ausgewiesen. An diesen Merkmalen, wie sie insb. im Prüfwesen genannt werden, orientieren sich die Herstell- und Prüfprozesse.

Bei Prüfaufgaben wird dabei zwischen variablen und attributiven Merkmalen unterschieden:

Variable Merkmale sind Forderungen, welche quantifiziert werden können. Es handelt sich um Größen, welche mit einer Toleranz verbunden sind und mit einem Zahlenwert und einer Einheit abgefragt werden können (→(Größen-)Maße).

Attributive Merkmale können nur qualitativ beurteilt werden. Sie werden mit erfüllt/nicht erfüllt bzw. in Ordnung/nicht in Ordnung abgefragt. Beispiele sind „Alle Kanten entgratet.“, „Stiftlöcher im Verbund gebohrt.“, „Schutzart IP 44“.

Merkmale lassen sich des Weiteren nach →Klassen sortieren.




Projekt

Prüfaufgaben werden in infra CONVERT projektbasiert geplant. Ein Projekt beinhaltet die Prüfplanversionen, →Zeichnungsblätter sowie projektbezogene Einstellungen. Diese Daten werden zusammen in einer ICPX-Datei gespeichert.

Ein Projekt unterstützt die Versionierung von →Prüfplänen. Bereits erkannte Merkmale und getätigte Einstellungen können innerhalb eines Projekts von einer Prüfplanversion in die nächste übernommen werden.

Auch wenn es technisch möglich ist, sollte sich ein Projekt immer nur auf ein Objekt (ein Bauteil oder eine Baugruppe mit einer Sach- bzw. Artikelnummer) beziehen, welches einer Prüfung und ggf. Folgeprüfungen unterzogen wird. Dabei kann es sich z. B. um die Erstbemusterung eines Produkts und dessen anschließende Neubemusterungen (Erststückfreigaben, Requalifikationen) handeln.




Prüfplan

Ein Prüfplan ist eine Arbeitsanweisung für eine (Qualitäts-)Prüfung. Wesentlicher Bestandteil ist eine Zusammenstellung der Forderungen an das zu prüfende Objekt (oder den Prozess), z. B. in Form einer Liste von →Prüfmerkmalen.

In infra CONVERT können Sie die Prüfpläne eines Projekts über die Projektübersicht (siehe Benutzeroberfläche > Funktionsfenster > Projektübersicht) aufrufen. Die Liste, der einem Prüfplan zugeordneten Merkmale, können Sie dann im Funktionsfenster Merkmalübersicht einsehen (siehe Benutzeroberfläche > Funktionsfenster > Merkmalübersicht). Die Eigenschaften jedes darin enthaltenen Merkmals werden Ihnen im Funktionsfenster Merkmaleigenschaften angezeigt (siehe Benutzeroberfläche > Funktionsfenster > Merkmaleigenschaften).

Der Export eines Prüfplans aus infra CONVERT heraus, z. B. zur Weiterverarbeitung in einem →CAQ-System, erfolgt in Form eines Austauschformats (JSONV1 oder DFD, siehe Administratorhandbuch infra CONVERT > Export).

Ein Prüfplan kann z. B. folgende Informationen enthalten:




Sammelzeichnung

Als Sammelzeichnung wird eine →technische Zeichnung bezeichnet, wenn mehrere Varianten eines gleichartigen Bauteils oder einer gleichartigen Baugruppe mit jeweils eigener Sachnummer in diesem Dokument zusammengefasst werden. (vgl. DIN 30:2002-12)

Meist wird nur eine der Bauteilvarianten oder ein generisches Bauteil, welches alle Eigenschaften in jeweils einer Ausprägung enthält, grafisch dargestellt. Die variablen Eigenschaften werden mit einem Kennbuchstaben (auch: „Maßbuchstabe“) angetragen und in einer Tabelle aufgerufen.




Schriftart/Font

Nicht-grafische Informationen werden in technischen Zeichnungen mithilfe von Schriftzeichen angegeben. Schriftzeichen können Buchstaben, Ziffern, diakritische Zeichen, Satzzeichen und zusätzliche grafische Symbole sein. Sie werden aufgrund ihrer häufigen Wiederholung zu einem Vorrat, dem Zeichensatz, zusammengefasst. In der elektronischen Datenverarbeitung werden Schriftzeichen durch Codierung eindeutig in einem Zeichensatz identifiziert. Für die Zeichencodierung existieren weltweit zahlreiche Standards. „ASCII“ ist ein Beispiel für einen sehr kleinen Satz, „Unicode“ ein Beispiel für einen sehr umfangreichen Satz, dem fortlaufend Zeichen hinzugefügt werden. Ein digitaler Schriftzeichensatz wird Schriftart oder synonym auch Font genannt. Eine Schriftart- beziehungsweise Font-Datei enthält üblicherweise einen Zeichensatz in einer einheitlichen grafischen Ausgestaltung.

Neben der rein visuellen Darstellung von Schriftzeichen ist die eindeutige Definition der Zeichen wichtig für die maschinelle Verarbeitung technischer Zeichnungen. Von PDF-Dateien ist man gewohnt, dass Schriftzeichen in aller Regel korrekt dargestellt werden. Das liegt daran, dass die verwendeten Schriftzeichen-Definitionen mit in der Datei gespeichert (eingebettet) werden. Anders ist das (leider) bei den CAD-Austauschformaten DXF, DWG und IGES. In ihnen werden nur die Verweise auf Schriftzeichen in Schriftartdateien gespeichert. Zur korrekten Darstellung werden daher die Schriftartdateien benötigt.

Bedeutung für infra CONVERT Schriftarten sind urheberrechtlich geschützt. Die Nutzungsrechte werden in den meisten Fällen nur kostenpflichtig eingeräumt. Die Zahl der von CAD-Systemen verwendeten Schriftarten ist immens hoch. Diese Schriftarten mitzuliefern, würde die Kosten für infra CONVERT-Lizenzen unverhältnismäßig steigern. Aus diesem Grund ersetzt infra CONVERT beim Laden von Zeichnungsdateien nicht auf dem Computer installierte Schriftarten durch optisch ähnliche Zeichensätze. Ist das der Fall, wird eine Hinweismeldung ausgegeben.




Spezifikationsoperatoren und -modifikatoren (ISO-GPS)

Das ISO-GPS-Normensystem um die DIN EN ISO 8015 regelt die Sprache, mit welcher Anforderungen an die Geometrie eines Produkts kommuniziert werden. Mit einem Eintrag – aufgebaut aus „Spezifikationselementen“ – auf der technischen Zeichnung wird ein Spezifikationsoperator im Normensystem aufgerufen. Ein Spezifikationsoperator fasst Regeln („Operationen“) zusammen, mit welchen die Forderungen an ein Geometrieelement oder die Beziehung zwischen Geometrieelementen von allen Vertragspartnern zu verstehen sind.

Dabei gilt der Grundsatz der Standardfestlegung, das „Defaultprinzip“. Sofern nicht durch Hinzufügen ergänzender Informationen in der Vertragsvereinbarung ausgewiesen, enthält der Spezifikationsoperator nur defaultmäßige Operationen in festgelegter Reihenfolge nach ISO-Normen. Der Default ist so gewählt, dass die Operationen näherungsweise dem meist angewandten Vorgehen und dem üblichen Verständnis in der Praxis entsprechen.

In der folgenden Abbildung wird das Konzept beispielhaft am Geometrieelement Welle mit einem Nenndurchmesser von 20 mm gezeigt. Es wird zunächst nur die Defaultspezifikation betrachtet, dargestellt auf der linken Seite. Der Zeichnungseintrag legt ein „lineares Größenmaßelement“ nach DIN EN ISO 14405-1 vom Typ Zylinder fest. Der Defaultspezifikationsoperator fordert die Betrachtung des „örtlichen Zweipunktgrößenmaßes“: Alle unabhängig voneinander ermittelten Einzelabstände von gegenüberliegenden Punkten müssen im Toleranzbereich liegen, also gemäß Toleranzcode „h9“ nach DIN EN ISO 286-1 in einem Intervall von 19,948 mm bis 20 mm. Als geometrische Entsprechung dargestellt sind fünf beliebige Zweipunktgrößenmaße am nicht-idealen Oberflächenmodell.* Eine geeignete Verifikation („Verifikationsoperator“) für diese Spezifikation wäre das Prüfen mittels Grenzrachenlehre: 1) Gutlehrung: Wird das Maximum-Material-Maß überschritten?; 2) Ausschusslehrung: Wird das Minimum-Material-Maß unterschritten?

* Die Operationen des Spezifikationsoperators im Detail: Der extrahierten Mantelfläche wird ein idealer Zylinder durch Anwendung der Methode der kleinsten Abweichungsquadrate (nach Gauß) zugeordnet. Senkrecht zur abgeleiteten Mittellinie dieses assozierten Zylinders ist die extrahierte Mantelfläche in jeder Höhe zu schneiden. Auf jeder Schnittebene wird der Mantellinie ein idealer Kreis entsprechend der Gauß-Methode zugeordnet. Durch jeden Punkt auf der Mantellinie und dem Kreismittelpunkt wird eine Gerade errichtet. Ergibt sich genau ein zweiter Schnittpunkt mit der Mantellinie gegenüber des Mittelpunktes, so ist der Abstand der beiden Mantellinien-Schnittpunkte das mit dem Intervall abzugleichende Zweipunktgrößenmaß.

Das Abweichen von der Defaultfestlegung kann mit geeigneten Spezifikationsmodifikatoren (und/oder Kurzbezeichnungen) kenntlich gemacht werden. Man erhält dann einen „Speziellen Spezifikationsoperator“. Im Beispiel legt das Modifikatorsymbol „E in Kreis“ die Hüllbedingung fest. Die Hüllbedingung fordert, dass die ausgewertete Geometrie in einem einhüllenden Zylinder vom Durchmesser 20 mm liegt und alle Zweipunktgrößenmaße größer oder gleich 19,948 mm sind. Eine geeignete Verifikation wäre nun eine Gutlehrung mittels Lehrring und Ausschusslehrung mittels Grenzrachenlehre.

Nachfolgend sind beispielhaft Modifikator-Textsymbole mit Ihrer Bedeutung gelistet, wie sie in infra CONVERT einem Merkmal als Eigenschaft „Modifikatoren“ zugewiesen werden können.

Modifikatoren für lineare Größenmaße (nach DIN EN ISO 14405-1:2017-07; Merkmalsklassen: Länge, Durchmesser, Sphärischer Durchmesser)
LP Zweipunktgrößenmaß
LS Örtliches Größenmaß, festgelegt durch Kugel
LL Örtliches äußeres Minimum-Material-Größenmaß
GG Assoziationskriterium nach der Gauß-Methode
GX Assoziationskriterium größtes einbeschriebenes Geometrieelement
GN Assoziationskriterium kleinstes umschriebenes Geometrieelement
GC Minimax-Assoziationskriterium
CC Umfangsbezogener Durchmesser (berechnetes Größenmaß)
CA Flächenbezogener Durchmesser (berechnetes Größenmaß)
CV Volumenbezogener Durchmesser (berechnetes Größenmaß)
SX Größtes Rangordnungsgrößenmaß
SN Kleinstes Rangordnungsgrößenmaß
SA Mittelwert des Rangordnungsgrößenmaßes
SM Median des Rangordnungsgrößenmaßes
SD Mittlerer Wert der Spanne des Rangordnungsgrößenmaßes
SR Spanne des Rangordnungsgrößenmaßes
SQ Quadratische Spanne des Größenmaßes
E Hüllbedingung
/Länge beliebiger eingeschränkter Teilbereich des Geometrieelements
ACS Beliebige Querschnittsfläche
SCS Festgelegte Querschnittsfläche
ALS Beliebige Längsschnittfläche
Anzahl x Mehr als ein Geometrielement
Wird als Anzahl der Wiederholungen dem Merkmal als Eigenschaft zugeordnet.
CT Gemeinsame Toleranz
F Bedingung des freien Zustands
Modifikatoren für Winkelgrößenmaße (nach DIN EN ISO 14405-3:2017-07; Merkmalsklasse: Winkel)
LC Zwei-Linien-Winkelgrößenmaß mit Minimax-Assoziationskriterium
LG Zwei-Linien-Winkelgrößenmaß mit Assoziationskriterium kleinste Abweichungsquadrate
GG Globales Winkelgrößenmaß mit Assoziationskriterium kleinste Abweichungsquadrate
GC Globales Winkelgrößenmaß mit Minimax-Assoziationskriterium
SX Größtes Winkelgrößenmaß
SN Kleinstes Winkelgrößenmaß
SA Mittleres Winkelgrößenmaß
SM Median Winkelgrößenmaß
SD Mittelwert aus größtem und kleinsten Winkelgrößenmaß
SR Spanne der Winkelgrößenmaße
SQ Standardabweichung der Winkelgrößenmaße
SCS Festgelegte Querschnittsfläche
CT Gemeinsam toleriertes Winkelgrößenmaßelement
F Bedingung des freien Zustands
Modifikatoren für geometrische Merkmale (nach DIN EN ISO 1101:2017-09; Merkmalsklassen: Geometrische Tolerierung (Form, Richtung, Ort und Lauf))
CZ Kombinierte Zone
SZ Getrennte Zone
UZ Spezifiziert versetzte Toleranzzone
OZ Unspezifiziert linear versetzte Toleranzzone (Versatzzone)
VA Unspezifizierte Neigung der Toleranzzone (varibler Winkel)
C Minimax (Tschebyschew-)Geometrieelement
G (Gaußsches) Kleinste-Quadrate-Geometrieelement
N Keinstes umschriebenes Geometrieelement
T Tangentiales Geometrieelement
X Größtes einbeschriebenes Geometrieelement
A Abgeleitetes Geometrieelement
P Projizierte Zone
C Minimax (Tschebyschew)-Geometrieelement ohne Nebenbedingungen
CE Von der materialfreien Seite anliegendes Minimax (Tschebyschew)-Geometrieelement
CI Von der Materialseite anliegendes Minimax (Tschebyschew)-Geometrieelement
G Kleinste-Quadrate(Gauß)-Geometrieelement ohne Nebenbedingungen
GE Von der materialfreien Seite anliegendes Kleinste-Quadrate (Gauß)-Geometrieelement
GI Von der Materialseite anliegendes Kleinste-Quadrate (Gauß)-Geometrieelement
N Kleinstes umschriebenes Geometrieelement
X Größtes einbeschriebenes Geometrieelement
T Abweichungsspanne
P Spitzenwert
V Tiefstwert
Q Standardabweichung
UF Vereinigtes Geometrieelement
LD Kleinster Durchmesser
MD Größter Durchmesser
PD Flankendurchmesser
ACS Jeder beliebige Querschnitt
M Maximum-Material-Bedingung
L Minimum-Material-Bedingung
R Reziprozitätsbedingung
F Freier Zustand (nicht formstabile Teile)
CF Berührendes Geometrieelement
E Hüllbedingung




Stempel/Stempeln

Funktionen und Eigenschaften von Produkten werden zwischen Kunde und Lieferant in Spezifikationen, unter anderem →Technischen Zeichnungen und Lastenheften, vereinbart und dokumentiert. In Prüfprozessen werden die Funktionen und Eigenschaften der hergestellten Muster, Prototypen, Produkte etc. dann mit den Spezifikationen verglichen und die Ergebnisse in Prüfberichten festgehalten. Dabei muss der Zusammenhang zwischen gefordertem und geprüftem Merkmal absolut eindeutig hergestellt werden können. Listenhaft aufgebaute Spezifikationen (z. B. Lastenhefte) machen den Verweis aufgrund bereits vorhandener Kennzeichnung der Einträge einfach. Grafische Darstellungsweisen, wie in Technischen Zeichnungen, beinhalten in aller Regel keine eindeutige Kennzeichnung einzelner →Prüfmerkmale, wenn sie das Konstruktionsbüro verlassen. Das Anfügen von Kennungen an das jeweilige Merkmal hat sich als geeignet erwiesen (vgl. DIN 6550:2006).

Eine Merkmalkennung besteht aus dem grafischen Merkmalsymbol und der, meist numerischen, Merkmalnummer. Zusammen mit der Sachnummer der Technischen Zeichnung wird der eindeutige Zusammenhang zum Prüfmerkmal hergestellt. Üblicherweise bleibt bei einer Änderung der Merkmalausprägung (infolge einer Zeichnungsänderung) dieselbe Merkmalnummer bestehen, wird die Nummer beim Löschen gesperrt und wird beim Hinzufügen eines Merkmals die nächste bisher nicht verwendete Merkmalnummer belegt.

Merkmalkennungen wurden ursprünglich, und werden heute oft weiterhin, händisch mit einem Stempelwerkzeug auf Papierzeichnungen angebracht und die Forderungen händisch in →Prüfpläne übertragen. Der Vorgang des Anbringens von Merkmalkennung und Übernehmen der Merkmalausprägung in den Prüplan wird seither verkürzend als Stempeln bezeichnet. Die Merkmalkennung wird in infra CONVERT als Stempel bezeichnet. Der Stempel wird gebildet aus Stempelsymbol und Stempelbeschriftung (alphanumerisch).




In infra CONVERT können Sie z. B. →Merkmalkategorien kenntlich machen, indem Sie jeweils eine der folgenden sechs Stempelsymbolformen sowie eine Symbolfarbe zuweisen.




Toleranztabelle

Die Toleranztabelle ist der Abschnitt einer Norm, welche die allgemeine Maß-, Form- und/oder Lagetolerierung für Werkstücke regelt. Innerhalb der Tabelle erfolgt die Zuordnung der Grenzmaße zu Nennmaßbereichen, wobei die Grenzmaße weiter abgestuft sind nach Toleranzklassen (auch: Toleranzgraden oder Toleranzreihen), z. B. „fein, mittel, grob, sehr grob“ oder „formgebunden, nicht formgebunden“.

In infra CONVERT können Sie Allgemeintoleranzen für Längenmaße, Winkelmaße und Kantenbemaßungen (Rundungshalbmesser und Fasen) anhand eingeladener Toleranztabellen automatisch dem Nennmaß zuordnen lassen.

Rechtlicher Hinweis Mit der Software infra CONVERT erwerben Sie keine Nutzungsrechte an enthaltenen Toleranztabellen. Sie müssen selbst rechtmäßigen Zugriff auf entsprechende Schriften, wie z. B. Normen und andere Vereinbarungen, haben. Sie haben die Möglichkeit, Toleranztabellen selbst zu erstellen (siehe Administratorhandbuch infra CONVERT > Konfiguration und Import > Toleranztabellen) oder auf Grundlage Ihrer Daten von uns erstellen zu lassen.




Vereinfachte Angaben

Mittels einer vereinfachten Angabe werden Anforderungen an ein Geometrieelement in vereinfachter Darstellung angegeben und an anderer Stelle in der Zeichnung erklärt, zum Beispiel neben einer Ansicht oder in der Nähe des Schriftfelds. Diese Art der Angabe kann sinnvoll sein, wenn nicht genügend Platz in einer Ansicht zur Verfügung steht oder eine Angabe für mehrere, separate Geometrieelemente gilt und mehrfach angegeben wird.

Das nachfolgende Beispiel zeigt das Prinzip für Oberflächenangaben und geometrische Toleranzangaben.




Zeichnung (Technische)

Eine Technische Zeichnung ist Teil der technischen Produktdokumentation. Sie umfasst technische Informationen, welche im Regelfall maßstäblich sowie zweidimensional und nach vereinbarten Regeln grafisch auf einem Informationsträger dargestellt sind. (vgl. DIN EN ISO 10209:2012)




Zahlengenauigkeit

Die Zahlengenauigkeit ist relevant bei der Darstellung von Zahlenwerten. Wird ein technischer Sachverhalt mit Zahlenwerten beschrieben, in der Regel in Form von →Größenmaßen, sollte die Genauigkeit der dargestellten Zahl in der gleichen Größenordnung liegen wie die Ungenauigkeit des Maßes selbst.

Zum Beispiel ist der maximale Ungenauigkeitsbereich der Zahl 23, sofern keine weiteren Informationen vorliegen, 22,5 bis <23,5. Schließlich kann der Wert durch eine Rundungsoperation entstanden sein. Dabei ist die letzte signifikante Stelle, hier die „3“, die Stelle, die gerundet wurde oder gerundet worden sein kann.

Zahl Anzahl der maßgeblichen Stellen Rundungsbereich (absoluter Ungenauigkeitsbereich) Größe des absoluten Ungenauigkeitsbereichs Größe der relativen Ungenauigkeit
23 2 22,5 bis <23,5 1 4,35 %
2,3 2 2,25 bis <2,35 0,1 4,35 %
23,0 3 22,95 bis <23,05 0,1 0,435 %
2300 2 2250 bis <2350 100 4,35 %
0,000230 3 0,0002295 bis <0,0002305 0,000001 0,435 %

Die Anzahl signifikanter Stellen (auch: „maßgebliche Ziffern“) in einer dezimal dargestellten Zahl erkennt man wie folgt (siehe auch „DIN EN ISO 80000-1:2013-08, Kapitel 7.3.4 Abweichung und Unsicherheit“):

  1. Die Zahl wird von links nach rechts betrachtet. Die erste Ziffer ungleich Null ist die erste maßgebliche Ziffer.
  2. Folgenullen sind ebenfalls maßgeblich, insbesondere wenn sie rechts vom Komma stehen.
  3. Nullen links vom Komma sind nur dann maßgeblich, wenn rechts vom Komma mindestens eine weitere Ziffer, einschließlich Null, folgt.

Die in der Technik übliche Zahlengenauigkeit („Rechenschiebergenauigkeit“) erzielt man dadurch, indem man eine Zahl so rundet, dass noch drei signifikante Stellen übrig bleiben. Es sei denn, die erste signifikante Stelle ist eine Eins, dann sollten vier signifikante Stellen verbleiben.




Zeichnungsblatt

Ein Zeichnungsblatt ist ein Abschnitt einer →Technischen Zeichnung, der dieselbe Sachnummer wie andere Abschnitte, aber eine eigene Darstellung und Ablage besitzt. (vgl. DIN EN ISO 7200:2004)

Folgende Begriffe gelten für den Aufbau von Zeichnungsblättern:




Zeichnungsdatenformat

Zum digitalen Austausch →technischer Zeichnungen haben sich verschiedene Datenformate etabliert. Jedes Datenformat transportiert mindestens die grafischen Informationen einer auf Papier gedruckten Zeichnung. Vektorformate und insbesondere speziell entwickelte Zeichnungsdatenformate speichern darüber hinaus Informationen, welche das automatisierte Auslesen durch Computerprogramme erleichtern.

Grundsätzlich betrachtet ist eine technische Zeichnung nach weitgehend international festgelegten Standards aus linienhaften grafischen Elementen sowie Textelementen aufgebaut. Aus der Anordnung der Elemente zueinander leitet der Leser die Bedeutung ab. Diese Art von Interpretationsarbeit softwaretechnisch umzusetzen ist jedoch aufwendig und nur in sehr beschränktem Maße möglich. Deshalb sind in Zeichnungsdatenformaten zusätzliche Informationen gespeichert, welche einer Software Zusammengehörigkeit und Bedeutung der Elemente anzeigen.

Die Eignung verschiedener Datenformate zur automatisierten Interpretation kann wie folgt verallgemeinert werden:

In infra CONVERT ist ein CAD-Austauschformat die Mindestvoraussetzung für eine vollautomatische Merkmalerkennung.

Rastergrafikformate transportieren lediglich die grafischen, an den Leser gerichteten Informationen. Nur über den Bezug der Bildpunkte (Pixel) zueinander kann Software die gespeicherten Informationen wiedergewinnen („Mustererkennung“). Tatsächlich eingesetzte Technologien konzentrieren sich auf die Texterkennung, die sogenannte „Optical Character Recognition“ (OCR). Sie haben, zumindest im Bereich der technischen Zeichnungen, eine Erkennungsquote von etwa 50 bis 70 %.

In infra CONVERT können Zeichnungen im Rastergrafikformat mit Hilfe des Schnelleingabedialogs manuell gestempelt werden.

Siehe
Funktionen > Merkmale > Manuell stempeln

Vektorgrafikformate hingegen speichern Grafikelemente als eindeutige, mathematisch beschriebene grafische Primitive. Letztere meinen geometrische Grundelemente wie gerade Linien, Kreisbögen und Splines sowie Flächen wie Kreise, Polygone und Spline-Flächen. Texte werden entweder als Linienzüge oder mit Hilfe der Zeichencodierung (siehe auch →Schriftart/Font) gespeichert.

In infra CONVERT sind zeichencodierte Texte beziehungsweise eingebettete Schriftarten eine Voraussetzung für die automatische Merkmalerkennung.


Zeichnungsdatenformat: PDF

Das PDF-Format (PDF = „Portable Document Format“) unterstützt die rasterbasierte und die vektorbasierte Datenspeicherung. Codierte Textzeichen werden in Textfelder gespeichert, wie „⌀ 20“ im nebenstehenden Beispiel.

In infra CONVERT können Zeichnungen im rasterbasierten PDF-Format mit Hilfe des Schnelleingabedialogs manuell gestempelt werden. PDF-Zeichnungsdateien können automatisiert gestempelt werden*, sofern die Zeichen codiert vorliegen.

* Es ist eine Pro-Lizenz erforderlich.

Siehe
Funktionen > Merkmale > Manuell stempeln
Funktionen > Merkmale > Automatisch stempeln

Beim PDF-Format ist zu beachten, dass nicht alle CAD-Systeme alle Zeichen – meist Sonderzeichen – codiert exportieren, sondern als geometrische Elemente. Entsprechend verringert sich Eignung für die automatisierte Lesbarkeit.

Ob eine PDF codierten Text enthält, können Sie mit einem PDF-Reader testen. Öffnen Sie die PDF zum Beispiel mit dem Adobe Acrobat Reader, aktivieren Sie das Auswahlwerkzeug und fahren Sie mit dem Zeiger auf einen Text. Wenn sich der Cursor in ein wandelt und Sie den Text markieren können, handelt es sich um einen codierten Text.


Zeichnungsdatenformat: CAD-Austauschformat

CAD-Formate speichern Daten weitgehend Konstruktionselement-basiert. Ansichten, Schraffuren, Maßeintragungen etc. bleiben als solche für eine verarbeitende Software erkennbar, wie der Maßeintrag für der Durchmesser 20 des Zylinders im nebenstehenden Beispiel.

In infra CONVERT können Zeichnungen im DXF-Format („Drawing Interchange File Format“, weltweiter und neutraler Industriestandard), im DWG-Format (Autodesk-eigenes Format, ebenfalls von den meisten CAD-Systemen unterstützt) oder auch im IGES-Format* („Initial Graphics Exchange Specification“) verarbeitet werden.

* Es ist eine Lizenz für das IGES-Modul erforderlich.

Anmerkung Die mehrfarbige Darstellung von nativen CAD-Zeichnungsformaten hat den Hintergrund, dass die Farben Strichstärken codieren. In den Anfangszeiten des CAD konnten unterschiedliche Linienbreiten nur schlecht mit der damaligen Technik am Bildschirm dargestellt werden. Einer Farbe war auf dem Plotter ein Tuschestift zugeordnet. Eine Zuordnungstabelle für Linienbreiten („Pentable“) wird in die gängigen Austauschformate meist nicht exportiert. Zur besseren Lesbarkeit stellt infra CONVERT Zeichnungen daher standardmäßig monochrom dar („Schwarz auf Weiß“).


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